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Retinol – der “Wie machst du das?”-Effekt

Veröffentlicht am 11. Dezember 2019 Veröffentlicht von Leonie Poppe


“Wie machst du das?”

Ich habe in meinem Freundeskreis viele Frauen. Frauen jeden Alters. Von Anfang 20 bis Mitte/Ende 40 ist alles dabei. Und bei manchen frage ich mich immer wieder: Wie machen die das?? Sich so gut zu halten, so gesund und strahlend auszusehen?

Klar musste ich nachfragen! 



Mit Ende 20 habe ich nämlich langsam angefangen mich damit zu beschäftigen, wie ich auch meinen Teint jung, gesund und straff halten kann. Obwohl ich beruflich nun schon länger damit zu tun habe und viele Kunden zum Thema Hautpflege berate, hatte ich es bisher irgendwie nicht so richtig geschafft den Bogen zu mir selbst zu spannen. Ich weiß welche Inhaltsstoffe wichtig sind, aber dass ich sie selbst anwenden könnte, auf die Idee bin ich bisher nicht gekommen. Geht es da nur mir so? 

Naja, mittlerweile ist Anti-Aging auch bei mir angekommen und ich habe mich informiert und umgehört. Was sollte ich unbedingt verwenden und wo sind die Erfahrungswerte am besten? Um die Antworten kurz wiederzugeben: Retinol! 

Denn Retinol tut nicht nur so

Nein, Retinol ist nicht wieder eines der Beauty-Mythen die zum Teil zu schön sind um wahr zu sein. Retinol ist auch keine neue Erfindung der Kosmetikindustrie. Es ist sogar verhältnismäßig alt. Schon 1937 hat der Chemiker Paul Karrer einen Nobelpreis für seine Forschung mit dem fettlöslichen Vitamin erhalten. Knapp 40 Jahre später, in den 70ern, kommt Retinol dann erstmals in Kosmetika vor. 

Wenn ich mir überlege, dass trotzdem erst jetzt der richtige Boom des Skin Care Heros losgegangen ist, hatte Retinol tatsächlich reichlich Zeit um sich einen Namen zu machen. Umso besser, dass wir heute um die Anti-Aging-Kraft von Vitamin A wissen.

Nur am Rande: Vitamin A ist nicht nur ein einziger Stoff, sondern der Begriff fasst eigentlich eine Gruppe von Substanzen zusammen, die durch Enzyme im Körper ineinander umgewandelt werden können. Retinal, Retinsäure, Retinol und weitere. Vitamin A ist für uns Menschen essentiell! Wir brauchen es zum leben. Unsere Haut, unsere Augen und unser Stoffwechsel profitieren von seinen zahlreichen Funktionen.

Alle guten Dinge sind Retinol 

Ich bin mir nicht ganz sicher, wie gut du über den Aufbau der Haut Bescheid weißt; deswegen eine kurze Wiederholung. Unsere Haut besteht aus mehreren Schichten. Von außen nach innen: Epidermis, Dermis und Subcutis – jeweils mit vielen Unterschichten und eigenen wichtigen Aufgaben und Funktionen. Die Epidermis, auch Oberhaut genannt, ist passenderweise auch das Oberhaupt, wenn es um unsere Schutzbarriere nach außen geht. Gut gepflegt und gesund, sorgt sie dafür, dass keine Keime und Bakterien in unseren Organismus gelangen und schützt uns so vor äußeren Einflüssen. 

Durchschnittlich regeneriert sich unsere äußere Hautschicht alle 28 Tage. Diese Zellerneuerung wird mit dem Alter leider langsamer. Wie so vieles. Außer das blöde Enzym, welches Kollagen zu fressen scheint. Das wird natürlich aktiv! Wer hat sich das ausgedacht? 

Eine also eher ungünstige Kombination für uns. Weniger Zellerneuerung und gleichzeitig weniger Kollagen. Die Folgen davon kennen wir leider nur zu gut. Falten, schlaffe Haut und ein fahler Teint. Wer hat darauf schon Lust? Ich jedenfalls nicht. Zum Glück gibt es Retinol.



Retinol, die in äußerlicher Anwendung stärkste Form von Vitamin A, dreht diesen Alterungsprozess nämlich einfach um! Ziemlich genial, oder? Die Zellregeneration wird angekurbelt und der Kollagenabbau wird gehemmt. Das Wundermittelchen hilft also nicht nur entstehende Falten vorzubeugen, sondern es kann auch bereits vorhandene Alterserscheinungen mildern und Falten messbar reduzieren.  

Und das ist noch nichtmal alles!

Was kann Retinol denn noch?

Auch wenn du unter unreiner Haut, oder sogar Akne leidest, kann Retinol dein neuer bester Freund werden. Die Talgproduktion, die unter anderem für verstopfte Poren, Entzündungen und Pickel sorgt, wird durch den Skin Care Helfer zusätzlich reguliert. Poren werden regelrecht freigeräumt und dein Hautbild wird deutlich verfeinert. 

Zu guter Letzt schützt Vitamin A die Haut als hochpotentes Antioxidans, neben den Vitaminen C und E, auch noch vor freien Radikalen – es fängt sie ein und verhindert Zellschäden. Und um die Naturwissenschaftlerin in mir auch noch glücklich zu machen: All diese Eigenschaften wurden in Studien sogar nachgewiesen. Aber natürlich habe ich mich trotzdem gefragt, wo der Haken bleibt.  

Retinol ist nicht gleich Retinol

Ja, aufgepasst! Es gibt drei verschiedene Stufen des Retinols. Retinyl Palmitat, ein sogenannter Retinol-Ester als Vorstufe, das eigentliche Retinol und das Tretinoin (Retinsäure) als aktive Variante. (Retinyl Palmitat < Retinol < Tretinoin) Diese drei Formen haben unterschiedliche Wirkintensitäten und werden auch unterschiedlich eingesetzt. 

Retinol Blog Beitrag


So viel wie nötig, so wenig wie möglich 

Retinyl Palmitat wird, da es sich eben um eine inaktive Vorstufe handelt, in der Haut erst noch enzymatisch zu Retinol umgewandelt. Das macht Kosmetika mit Retinyl Palmitat besonders schonend zur Haut und somit äußerst gut verträglich. Auch hierzu gibt es eine Studie die beweist, dass sogar die sanfte Alternative des Retinols beste Erfolge erzielen kann.  

Im Grunde musst du dir das ein bisschen so vorstellen: Je aktiver die Form ist, die auf die Haut aufgetragen wird, desto höher ist auch die Gefahr der Reizung. Denn die Haut hat weniger Zeit den Wirkstoff zu verarbeiten. Sie ist sozusagen schneller überfordert. Tretinoin findest du deshalb auch nur in apothekenpflichtigen Medikamenten zum Einnehmen und nicht in Cremes oder Seren zur äußerlichen Anwendung! Das beste Verträglichkeits-Wirksamkeits-Profil hat somit das Retinyl Palmitat. Denn es wirkt auf Dauer ähnlich effektiv und trotzdem schonend. 

Ist Retinol etwas für mich? 

Das heißt: Entscheidend für dich ist die Form die sich in dem Kosmetika deiner Wahl befindet. Neben leichten Cremes (0,1 – 0,29 %), die sich perfekt für den Einstieg oder empfindliche Haut eignen, gibt es auf dem Markt auch Seren ab 0,3 % bis hin zu 1 % Retinol. Sogenanntes Clinical Retinol. Ich persönlich würde es als Retinol für Fortgeschrittene bezeichnen. 

Stehst du jedoch noch am Anfang und möchtest ganz frisch in das Retinol-Business starten, rate ich dir auf jeden Fall vorerst zu den sanften Varianten zu greifen. Mit der Zeit kannst du dich immer noch steigern und an die Konzentration herantasten, die für deine Bedürfnisse und vor allem für deine Haut gut geeignet ist. Das kann je nach Hauttyp ganz unterschiedlich sein. Gewöhne deine Haut lieber daran, als sie von Anfang an zu überfordern. Ich kenne in meinem Freundeskreis viele Frauen die damit unglaubliche Erfolge erzielen. Allerdings auch nicht von heute auf morgen.

Also darf hier die Extraportion Geduld nicht fehlen. Gib der Haut die Zeit den Regenerations-Booster erst einmal richtig zu verarbeiten. Kollagenproduktion, Talgregulation und die vielen weiteren Benefits müssen erst einmal angekurbelt werden. Nach ca. 4-12 Wochen solltest du Ergebnisse sehen. Ein tolles Hautgefühl kann sich jedoch auch schon früher einstellen.

Worauf sollte ich bei der Anwendung von Retinol noch achten? 

Retinol kann etwas für jeden sein. Als Vorbeugung, bei reifer Haut und bei Unreinheiten oder Akne.Retinol darf auch jeder Hauttyp ausprobieren. Es sei denn, du leidest unter Vorerkrankungen der Haut – dann würde ich eine Rücksprache mit dem Hautarzt empfehlen. Auch in Schwangerschaft und Stillzeit solltest du auf Retinol-Kosmetika verzichten. Ein Übergang des Wirkstoffs in den Blutkreislauf ist zwar nicht zu erwarten, aber Vitamin-A-Medikamente sind aufgrund ihrer Teratogenität (“den Embryo schädigend”) in der Lebensphase strengstens verboten. Es fehlen schlicht und ergreifend die Erfahrungswerte und das Risiko ist somit zu hoch.

Sonne, Mond und Retinol

Ganz wichtig bei der Anwendung von Retinol – UV-Schutz!! Durch die beschleunigte Erneuerung der Zellen, ist die obere Hautschicht entsprechend jung. Ich lege dir, zum Schutz der neuen Zellen, eine Tagescreme mit ausreichendem Lichtschutzfaktor (mindestens 30, wenn nicht sogar 50) ans Herz. Zusätzlich empfehle ich Retinol abends aufzutragen, so kann sich deine Haut über Nacht optimal regenerieren. 

Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren! 

Deine Leonie 

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